Dreirad oder Laufrad – welches ist die bessere Wahl?

In der Entwicklung jedes Kindes ist eine vielfältige Bewegung ein treibenden Impulsgeber. Bewegen stärkt das Körpergefühl und schult die koordinativen Fähigkeiten der Kinder. Dreirad- oder Laufrad-Fahren gehören dazu und erfordern ein Mindestmaß an Koordination, Gleichgewicht und Beweglichkeit. Welches Gefährt ist aber die bessere Wahl – das Dreirad oder das Laufrad?

Mit beiden Fahrzeugen wird das Kind viel Spaß haben und eine Menge lernen. Vielen Eltern geht es darum, welches der beiden Produkte letztlich die bessere Förderung des Kindes zulässt und anschließend eventuell den Umstieg auf das Fahrrad vereinfacht.

Bisher gibt es wenige Anhaltspunkte dazu und die Meinungen der Experten wechseln tendenziell alle paar Jahre. Schädlich ist keines der beiden Produkte.

Dreirad oder Laufrad – Entscheidungshilfe

Sowohl das Dreirad, als auch das Laufrad sind von Kindern leicht in der Handhabung zu lernen. Das Laufrad hat hier mitunter einen leichten Vorteil und ist vom Bewegungsablauf etwas intuitiver und dem Gehen näher. Die Beine werden ähnlich dem Gehablauf bewegt. Sitzen stößt sich das Kind mit den Füßen vom Boden ab und lernt anschließend auf relativ sichere Art und Weise das Balancieren auf dem Gefährt.

Mit dem Dreirad wird die Koordination der Beine geschult. Dies kann für den einen oder anderen Zwerg eine erhebliche Herausforderung darstellen. Manch einer ist bereits mit 1.5 Jahren dafür bereit, andere wiederum haben den Dreh erst mit 2.5-3 Jahren raus. Dies ist nicht ungewöhnlich und vollkommen legitim.

Die Wahl des richtigen Rades ist nicht explizit am Alter auszumachen. Vor allem spielt der jeweilige Entwicklungsstand und die individuelle motorische Entwicklung eine Rolle. Dreiräder werden meist von jüngeren Kindern bevorzugt, sind aber oft schwieriger zu bedienen. Laufräder werden eher für Kinder zwischen zwei und fünf Jahre empfohlen.

Dreiräder können für ältere Kinder durchaus langweilig sein und Anlass geben sich herum chauffieren zu lassen. Während die Kleinen mit dem Laufrad laut Elternaussagen „abgehen wie eine Rakete“.

Zudem sollten Eltern auf die Größe ihres Kindes und ebenfalls auf die Größe des Rades achten. Gute Dreiräder sind in mehreren Stufen verstellbar. Vor allem die Testsieger zeigen dies. Laufräder müssen ebenfalls dem Alter entsprechend in der richtigen Größe gekauft werden. Schnell passiert es, dass das 12 Zoll Bike keinen Spaß macht.

Schneller Fahrrad lernen mit dem Laufrad

Diese Frage konnte bisher noch nicht in Studien belegt werden. Gewiss ist aber, dass der regelmäßige Umgang mit altersgerechten Fahrzeugen später zu weniger Unfällen im Straßenverkehr führt. Jedes Kind sollte seinen natürlichen Bewegungsdrang ausleben können.

In der verkehrspädagogischen und psychomotorischen Arbeit wird die Aussage vertreten, dass sich Vorschulkinder vor der Nutzung des Fahrrads grundlegende Fertigkeiten aneignen müssen, welche sie zur Führung dessen qualifizieren.

Erfahrungen haben gezeigt, dass der Umstieg auf ein Fahrrad durch die Nutzung des Laufrades oft schnell und positiv beeinflusst wird. Besser wäre sogar noch der Roller. Er ist länger von Kindern nutzbar und variantenreicher im Gebrauch, während er ausgezeichnet die Motorik schult.

Es ist heutzutage üblich, dass Kleinkinder ihren Gleichgewichtssinn auf dem Laufrad schulen, um dann im zweiten Schritt auf das Fahrrad umzusteigen. Dabei sollte eine schneller Umstieg nicht forciert werden. Durch fehlgeleitete Versuche kann bei einem zu schnellen Umstieg der Lernprozess nachhaltig gestört werden.

Unfallgefahr Dreirad / Laufrad

Eltern und Aufsichtspersonen haben dafür Sorge zu tragen, dass die Sprösslinge entsprechend dem Straßenverkehr und dem rollenden Spielzeug abgesichert sind.

Das Dreirad ist gegenüber dem Laufrad von Haus aus das sichere Fahrzeug. Drei Räder fallen nun mal seltener um, als zwei. Achten Sie beim Dreirad ggf. auf einen vernünftigen 3-Punkt-Gurt und Lenkeinschlagschutz. Viele Gefahren gehen vom Dreirad nicht aus.

Laufräder sollten dagegen nur unter Beaufsichtigung genutzt werden. Mit ihnen lassen sich schnell hohe Geschwindigkeiten erzielen, dem Eltern nur im Laufschritt oder gar nicht folgen können. Daher sollte die Nutzung des Laufrades immer mit Helm erfolgen!

Stürze sind laut einer repräsentativen Studie zu Kinderunfällen des Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. aus 2012 eine der häufigsten Unfälle. Vor allem Kinder zwischen 3-5 Jahren liegen mit 30% führend an der Spitze. Während es bei den Null- bis Zweijährigen „nur“ 21% sind. Die meisten Unfälle passieren dabei Zuhause und nicht im Straßenverkehr.

Eltern haben dagegen ein ganz anderes Bild, als es die Wirklichkeit zeigt. Sie glauben, dass die meisten Unfälle im Straßenverkehr passieren. Wie oben erwähnt ist dem aber nicht so.

Das am meisten betroffen Körperteil ist mit 37% demnach der Kopf! Ein Schutzhelm ist daher bei Laufrädern, wie auch später bei Fahrrädern, unerlässlich.

Empfehlenswerte Laufräder – Top 10

Die besten Dreiräder finden Sie auf unserer Startseite! Anbei ein paar sichere und beliebte Lauflernräder.